Veranstaltungen – aktuell

Mit diesem Internet-Auftritt informiert unsere Bürgerinitiative über Aktivitäten und Veranstaltungen zur Bewahrung und nachhaltigen Entwicklung des ersten deutschen Fernbahnhofs, den Alten Leipziger Bahnhof.


Nächste Veranstaltung:

Aufgepasst, hier lässt sich was entwickeln! Auf Zickzackkurs durch ein Gebiet im Umbruch // mit Prof. Dr. Erika Schmidt und Kati Bischoffberger

Sonntag, 6. Mai 2018, 16 bis 17 Uhr
Treffpunkt: Neustädter Bahnhof, Ausgang Hansastraße

… ein Stadtrundgang der besonderen Art im Rahmen des Programms Jane’s Walk Festival Dresden 2018, organisiert von Dresden zu Fuss e.V., inspiriert vom Wirken der kanadisch-amerikanischen Stadtaktivistin Jane Jacobs.   Weitere Informationen…


Pressemitteilung 16.04.2018:

 Bürgerinitiative wird durch Bürgermeister bestätigt!

Neues Wohn- und Lebensviertel um den Alten Leipziger Bahnhof möglich und nötig

Die Bürgerinitiative “Wohnen und Leben am Alten Leipziger Bahnhof” setzt sich intensiv für eine nachhaltige Entwicklung des gesamten Gebiets nördlich der Leipziger Straße (bis zur Erfurter Straße und Bahndamm) zu einem durchgrünten Gebiet mit einer Mischnutzung aus Arbeiten, Freizeit, Kultur und Wohnen ein. Leider wird diese – auch von der Stadtverwaltung bevorzugte – Entwicklung bislang durch einen städtebaulich veralteten Beschluss zum Bau eines Einkaufzentrums mit riesigen Parkplätzen verhindert.

Am 16.04. hat die Verwaltung nun die finalen Untersuchungsergebnisse zu den “Potentialen und Restriktionen” auf diesem Gebiet vorgestellt. Die wichtigsten Ergebnisse:

Ca. 1.600 Wohnungen in lockerer Bebauung gemischt mit kleingewerblicher Nutzung können auf dem Gesamtareal des Masterplans laut dem Gutachten neu entstehen. Die angebliche Lärmbelastung durch die Bahnstrecke besteht nicht. Die verkehrsbedingten Emissionen der Leipziger Straße können bautechnisch, vergleichbar anderer innerstädtischer Lagen an verkehrsreichen Straßen und durch die Anordnung von Gewerbe und Wohngebäuden bewältigt werden.

Hierzu erklärt Frau Prof. Erika Schmidt, Mitglied der Bürgerinitiative: “Wir fühlen uns durch die vorgetragenen Ergebnisse mehr als bestätigt. Das Filetstück mit dem Leipziger Bahnhof bietet außergewöhnliche Chancen für die Stadtentwicklung! Es verdient Besseres, als für ein großes Einkaufszentrum und Parkplätze genutzt zu werden.” Die Bürgerinitiative fordert die Mitglieder des Stadtrats auf, nun den veralteten Aufstellungsbeschluss für das Einkaufszentrum zurückzunehmen und den Weg frei zu machen für eine Nutzung, die die wachsende Stadt Dresden dringend benötigt.

Ergänzend stellt Judith Brombacher, Sprecherin der Bürgerinitiative fest: “Die heute vorgestellten Untersuchungsergebnisse bedeuten, dass auf diesem Areal ein lebendiger Stadtteil für Dresden – ein Vorzeigeprojekt – und gleichzeitig der dringend benötigte innerstädtische Wohn- und Arbeitsraum entstehen kann. Genau dies war und ist die Forderung unserer Petition [2], die mit ihren über 4000 Unterzeichnenden diesen positiven und konstruktiven Weg mit angestoßen hat. Wir sind sehr froh, dass wir bis zu den sehr erfreulichen Ergebnissen der Untersuchung unseren kleinen Teil an dieser Entwicklung beisteuern konnten.“

Deutlich wurde beim Pressetermin der Stadtverwaltung, dass die möglichen 1.600 Wohnen auf dem gesamten Areal dann nicht realisierbar wären, wenn ein großes Einkaufszentrum auf das Gelände Leipziger Bahnhof kommt. Der dadurch entstehende Verkehrslärm, zusammen mit dem Lärm durch vorhandenen Gewerbe und Kultureinrichtungen verhindert eine solche Wohnbebauung.

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4.344 Mitzeichnungen – ein deutliches Zeichen für ein lebendiges und mutiges Stadtviertel und Wohnbebauung auf dem Geländes des Leipziger Bahnhofs! 

Vielen Dank allen Menschen, die unser Anliegen unterstützt haben.

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 Weg frei machen: Wohnen und Leben am Leipziger Bahnhof

Alten Bebauungsplan aufheben!

Petition Beschlusstext

Wir fordern den Stadtrat auf, unverzüglich den Aufstellungsbeschluss zum Bebauungsplan 6007 (V 1234/11), Dresden-Neustadt, „Globus SB-Markt am Alten Leipziger Bahnhof“ mit 12.000 qm Verkaufsfläche und 1.047 Stellplätzen am Alten Leipziger Bahnhof aufzuheben und stattdessen, unter Berücksichtigung der Denkmalschutzbelange, ein neues Wohnquartier zu planen.

Begründung

Dresden wächst jedes Jahr um ca. 5.000 Einwohner. Waren es kurz vor der Jahrtausendwende noch unter 500.000 EinwohnerInnen, so erscheint jetzt sogar eine Einwohnerzahl von bis zu 600.000 im Jahr 2030 realistisch. Diese Entwicklung ist erfreulich und insbesondere die große Anzahl an Kindern macht das Leben in Dresden fröhlich und lebendig.

Das Wachstum stellt aber auch eine große Herausforderung dar. Schulen und Kitas müssen neu entstehen, der Verkehr muss platzsparender und schadstoffärmer werden und viele kleine Grünoasen müssen in der sich verdichtenden Stadt für Naherholung und Ausgleich sorgen. Insbesondere brauchen wir mehr Wohnraum und dezentrale Versorgung (Büro, kleine Geschäfte, Gastro, Kultur). Diese Notwendigkeit hat die Stadt auch schon erkannt und plant grundsätzlich die Stadtentwicklung unter dem Motto “kompakte Stadt im ökologischen Netz”.

Das Areal um den Alten Schlachthof und auf dem Alten Leipziger Bahnhof (zwischen Elbe, Erfurter Straße und Bahndamm) in der Leipziger Vorstadt ist ein idealer Ort, um Wohnen, Arbeiten, Leben und Freizeit mitten in der Stadt zu entwickeln. Hier könnte ein lebendiges und neues Wohnviertel entstehen. Ein Viertel der kurzen Wege, ideal angebunden an den Neustädter Bahnhof, den ÖPNV und die Elbwiesen. Ein Viertel, ideal für eine sich verdichtende Stadt. Ein Viertel, welches endlich eine erlebbare Verbindung zwischen Pieschen und der Neustadt schafft. Ein Viertel, das ein Juwel für die Stadtentwicklung ist.

Um eine Entwicklung in diese Richtung wieder anzustoßen, hat der Stadtrat im Jahr 2015 beschlossen, den ursprünglichen Masterplan aus 2009 wieder aufzunehmen und auf dem gesamten Gelände um den Alten Leipziger Bahnhof ein gemischtes Wohngebiet zu planen (V2940/14).

Allerdings wird die Umsetzung dieses Beschlusses momentan noch durch einen von der Zeit überholten Bebauungsplanentwurf aus dem Jahr 2011 behindert (Aufstellungsbeschluss Bebauungsplan 6007, V1234/11). Laut diesem Bebauungsplan sollte auf großen Teilen des Geländes ein riesiges Einkaufszentrum mit über 1.000 Parkplätzen entstehen. Ein solches Stau erzeugendes Einkaufszentrum, das Kaufkraft aus den angrenzenden Stadtvierteln abzieht und im Herzen Dresdens einen drei Fußballfelder großen Parkplatz entstehen lässt, stünde den verkehrspolitischen und Stadtentwicklungs-Zielen Dresdens komplett entgegen.

Für eine positive Entwicklung von Pieschen, der Neustadt und dem Areal der Leipziger-Vorstadt ist nun unabdingbar, dass der Entwurf des Bebauungsplans 6007 endlich aufgehoben wird. Nur dann kann die Stadt das neue Stadtquartier mit vielen Wohnungen und kleinen Parks im Herzen Dresdens weiter voran bringen. Um dieses Ziel zu erreichen, haben sich daher im Mai 2017 Ortsbeiräte von Neustadt und Pieschen ausdrücklich für ein neues Wohn-Stadtquartier und gegen die überholten Einkaufszentrum-Pläne ausgesprochen. Diesem politischen Willen aus beiden Stadtteilen ist der Stadtrat bislang leider nicht gefolgt.

Daher ist nun das Ziel dieser Petition, den Aufstellungsbeschluss zum Bebauungsplan 6007 endlich aufzuheben.

Dresden braucht Wohnungen – kein Stau auf der Leipziger – Geschäfte in Stadtvierteln erhalten