Jane’s Walk 2020

Die Bürgerinitiative Wohnen am Leipziger Bahnhof plant trotz der Ungewissheit, ob im Mai wieder Veranstaltungen durchgeführt werden können, einen Beitrag zur Reihe Jane’s Walk.

Alter Leipziger Bahnhof als Standort für ein jüdisches Museum“.

Der Dresdner Stadtrat hat im Juni 2018 einen Masterplan für das Gebiet Leipziger Vorstadt/ Neustädter Hafen gebilligt, wonach für das Gelände des Alten Leipziger Bahnhofs – bekannt als Denkmal der Technikgeschichte – künftig eine Nutzungsmischung vorgesehen ist, die auch kulturelle Funktionen umfasst. Dem stehen noch immer ganz andere Nutzungswünsche der Grundeigentümer entgegen. Aber seit 2019 mehren sich die Stimmen, die dafür plädieren, eine bisher nicht angemessen gewürdigte Facette der Geschichte des Ortes zur Sprache zu bringen und an dieser zentralen Stelle im Stadtgebiet ein Museum jüdischen Lebens in Dresden zu schaffen. Der Spaziergang führt das spannungsvolle Potential des Alten Leipziger Bahnhofs für neue gesellschaftliche Funktionen und bauliche Entwicklungen vor Augen und bietet Gelegenheit, den Vorschlag für die gesamtstädtisch bedeutende museale Nutzung zu diskutieren.

 Als Termin planen wir im Moment den 05.05.2020 um 18 Uhr bis ca. 19.30 Uhr.

Wir halten Sie auf dem Laufenden, ob die Veranstaltung durchgeführt wird bzw. ob es einen Alternativtermin gibt.

Unsere Stellungnahme zum Göderitz-Wettbewerb

Bis zum 24. Januar 2020 waren die Dresdnerinnen und Dresdner aufgefordert, die studentischen Arbeiten zu kommentieren, die im Rahmen des Göderitz-Wettbewerbs unter dem Motto „Commoning/Allmende“ zum Alten Leipziger Bahnhof angefertigt worden waren.

In unserer Stellungnahme zum Göderitz-Wettbewerb gehen wir nochmals expilzit auf den kooperativen Planungsprozeß und die Beteiligungsmöglichkeiten für alle Dresdnerinnen und Dresdner ein.

Die komplette Stellungnahme gibt es hier als .pdf

(jj)

 

Offener Brief an den neugewählten Stadtrat

Dresden, 27. September 2019

Warum immer noch dieses Hickhack um den Alten Leipziger Bahnhof?

Sehr geehrte Mitglieder des Stadtrats,

denjenigen unter Ihnen, die neu im Dresdner Stadtrat vertreten sind, möchten wir eine kurze Einführung in die Hintergründe der immer noch währenden Diskussion um das Gelände des Alten Leipziger Bahnhofs und die Entwicklung der Leipziger Vorstadt geben. Aber auch diejenigen, die das Thema bislang als Stadtratsmitglied begleitet haben, möchten wir erneut ansprechen.

In einer der nächsten Sitzungen des Stadtrats wird voraussichtlich über die Zukunft der Leipziger Vorstadt und angrenzender Gebiete entschieden. Es geht darum, den Aufstellungsbeschluss zum Bebauungsplan 6007 (V 1234/11), Dresden-Neustadt, „Globus SB-Markt am Alten Leipziger Bahnhof“, aufzuheben, der den Bau eines großen Einkaufsmarktes der Firma Globus auf dem Gelände des Alten Leipziger Bahnhofs ermöglichen würde. Dieser Beschluss aus dem Jahr 2011 steht im Widerspruch dazu, dass der Stadtrat am 28. Juni 2018 den Masterplan Nr. 786.1 Leipziger Vorstadt / Neustädter Hafen in Gestalt der Variante 1 gebilligt hat. Darin ist als Entwicklungsziel ein Gebiet mit gemischter Nutzung einschließlich Wohnen, gewerblicher und kultureller Funktionen formuliert.

Im September 2017 gründete sich die Bürgerinitiative Wohnen am Leipziger Bahnhof als formloser Zusammenschluss von Dresdnern und Dresdnerinnen. Unser Ziel ist, den Weg frei zu machen, um auf dem Gelände des Alten Leipziger Bahnhofs mit seinem hervorragenden Potenzial ein lebendiges Stadtquartier zu entwickeln. An diesem Ort treffen sich Zeugnisse der Industriegeschichte mit zeitgeschichtlicher Tragik, marodem Charme und viel Spielraum für zukunftweisende städtebauliche Entwicklungen.
Unsere Initiative startete im September 2017 mit folgender Petition: „Wir fordern den Stadtrat auf, unverzüglich den Aufstellungsbeschluss zum Bebauungsplan 6007 (V 1234/11), Dresden-Neustadt, „Globus SB-Markt am Alten Leipziger Bahnhof“ mit 12.000 qm Verkaufsfläche und 1.047 Stellplätzen am Alten Leipziger Bahnhof aufzuheben und stattdessen, unter Berücksichtigung der Denkmalschutzbelange, Wohnungen zu planen.“ Innerhalb von sechs Wochen konnten wir 4.344 Mitzeichnungen sammeln. Zahlreiche Fachleute unterstützten unseren Vorstoß als ErstunterzeichnerInnen der Petition (https://wohnen-am-leipziger-bahnhof.de/erstunterzeichnerinnen/).

Uns bewegt, dass das Areal um den Alten Schlachthof und auf dem Alten Leipziger Bahnhof (zwischen Elbe, Erfurter Straße und Bahndamm) ein idealer Ort ist, um Wohnen, Arbeiten und Freizeit mitten in der Stadt zu ermöglichen. Hier in der Leipziger Vorstadt kann ein Quartier der kurzen Wege entstehen, ideal angebunden an den Neustädter Bahnhof, den ÖPNV und die Elbwiesen. Ein Viertel, ideal für eine sich verdichtende Stadt. Ein Viertel, das Pieschen und die Neustadt räumlich und funktional miteinander verbindet. Ein Viertel von außerordentlicher Qualität.

In diese Richtung geht auch der vom Stadtrat beschlossene Masterplan. Allerdings wird dessen Umsetzung immer noch durch den von der Zeit überholten Beschluss über die Aufstellung eines Bebauungsplanes zugunsten des Einkaufsmarktes behindert. Wir wollen dazu beitragen, dass dieses Dilemma von zwei sich völlig widersprechenden Stadtratsbeschlüssen aufgelöst wird. Die paradoxe Situation der widersprüchlichen Beschlüsse wurde schon wiederholt im Stadtrat diskutiert. Zum notwendigen klärenden Beschluss kam es in der vergangenen Amtsperiode jedoch noch nicht.

Wir erinnern auch daran, dass sich die Ortsbeiräte von Neustadt (am 11.06.2019) und Pieschen (am 18.06.2019) mit deutlichen Stimmenmehrheiten ausdrücklich für ein neues Wohn-Stadtquartier und gegen den nicht mehr zeitgemäßen Plan für einen Einkaufsmarkt ausgesprochen haben. Dem politischen Willen aus beiden Stadtteilen ist der Stadtrat bislang nicht gefolgt.

Wenn der Weg frei ist, gilt es in die Zukunft zu schauen und das Potential des Areals in Zusammenarbeit von Stadt, Politik, Eigentümer, Investoren – und den Bewohnern und Bewohnerinnen dieser Stadt – auszuschöpfen. Bitte lassen Sie nicht zu, dass lediglich die Interessen von Großinvestoren beachtet werden. Vielmehr muss das Gemeinwohl zur Geltung kommen und eine echte Durchmischung der Bewohner- und Nutzungsstruktur erzielt werden. Hierzu wird es hilfreich sein, wenn die Stadt selbst Grunderwerb tätigt, um die vielfältigen Nutzungsansprüche zu befriedigen.

Jetzt haben Sie als Stadträtinnen und Stadträte es in der Hand, diese historische Chance für Dresden zu ergreifen. Die Bürgerinitiative hofft, dass eine Mehrheit der Mitglieder des Stadtrates für die Aufhebung des Aufstellungsbeschlusses von 2011 für den Einkaufsmarkt stimmt. Damit ermöglichen Sie einen zukunftweisenden Schritt in der Entwicklung unserer Stadt.

Für die Bürgerinitiative Wohnen am Leipziger Bahnhof

Judith Brombacher

Jane’s Walk 2019 am Alten Leipziger Bahnhof

4. Mai 2019. Es goß Bindfäden. Gleich nebenan zog die Tolerade dröhnend auf der Albertstraße vorbei. In allen drei Unterführungen unter dem Bahndamm Richtung Marienbrücke  hallten die Baßrhythmen wider. Vollsperrung, schon seit einer halben Stunde und noch weitere 30 Minuten. Kein Durchkommen. Da würde sowieso niemand kommen zum diesjährigen Stadterkundungsgang auf den Spuren von Jane Jacobs am Alten Leipziger Bahnhof im Rahmen des diesjährigen Jane’s Walk Festival Dresden
Aber dann tauchten doch zehn Unbeirrbare aus dem Grau und dem Lärm auf, und gemeinsam gestalteten wir einen Rundgang, der uns alle überraschte und inspirierte.

Im ersten Teil ging es kurz um die Geschichte des Bahnhofs und dann etwas ausführlicher um die Ideen von Jane Jacobs zur Lebendigkeit und zu den spezifischen Qualitäten von urbanen Räumen. Sie hat diese Idee in bewußter Abgrenzung von der „togetherness“ von Kleinstädten oder Dörfern entwickelt. Sie leitet sie vor allem aus eigener Anschauung ab (heute würde man sagen: durch „teilnehmende Beobachtung“ und „Mikrostudien“), indem sie sanierte und unsanierte Viertel in amerikanischen Großstädten aufsucht und mit den Bewohnern spricht. Sie interessiert sich dabei besonders für das Straßenleben, also das Leben auf den Bürgersteigen und Plätzen und in den Stadtteilparks. Sie zerlegt mit dieser Herangehensweise die Allmachtsphantasien von Stadtplanern, aber sie warnt auch eindringlich vor Romantizismen und gibt praktische Empfehlungen für die Gestaltung dieser öffentlichen Räume.

Der zweite Teil entwickelte sich dann spontan, weil ein Aktiver aus dem Verein Hanse 3 dabei war. Er führte uns durch den Wagenplatz und in die Räume des ehemaligen Verwaltungsgebäudes, wo wir noch lange intensiv diskutierten und bald bei der Grundsatzfrage angelangt waren, wieviel Gestaltungsraum uns die heutigen politischen und immobilienwirtschaftlichen Verhältnisse denn tatsächlich lassen.

Am Schluß stand auf einmal eine Idee im Raum. Wie wäre es mit einem gemeinsamen Abendessen von Aktiven aus allen Initiativen, die sich derzeit um den Alten Leipziger Bahnhof bemühen?
Also: Hanse 3, Blaue Fabrik, Wagenplatz und Initiative Wohnen am Leipziger Bahnhof.  Mit Pizza  aus dem eigend dafür gemauerten Ofen in der Hanse 3. Und mit langer Tafel entweder im Hof unter der frisch installierten Lichterkette oder, bei schlechtem Wetter, in der Galerie.
Auf daß GLOBUS uns nicht weiter spalte!
Wir hoffen, daß das bald zustandekommt!

Eigentlich war noch einen dritter Teil geplant, nämlich eine Erkundung des Geländes auf eigene Faust anhand eines Lageplans und anhand von vier Leitfragen. Den können alle Interessierten nun auch individuell nachholen. Ladet einfach den Fragebogen mit Lageplan herunter und zieht los!

Ein Teilnehmer unseres Erkundungsgangs hat es vorgemacht. Seine Antworten gibt es hier (als pdf).

26.4.2019 Eine Zukunft ohne GLOBUS? Podiumsdiskussion mit Stadtratskandidaten

Die Bürgerinitiative Wohnen am Leipziger Bahnhof veranstaltet anlässlich der kommenden Wahl des Dresdner Stadtrats eine Diskussionsveranstaltung mit Kandidaten und Kandidatinnen aus den Wahlkreisen Pieschen und Neustadt zum Thema:

Neue Vielfalt für den [Alten] Leipziger Bahnhof  –  Eine Zukunft ohne Globus-Markt?

Freitag, 26.04.2019, um 19 Uhr
in der Blauen Fabrik (Eisenbahnstraße 1)

Der Beigeordnete für Stadtentwicklung Raoul Schmidt-Lamontain wird zum Auftakt Möglichkeiten zur zukünftigen Entwicklung des Geländes und zu einer Bürgerbeteiligung darstellen.

Es folgt eine Runde mit kurzen Stellungnahmen von Kandidaten und Kandidatinnen für den Stadtrat zu folgenden Fragen:

  • Was ist Ihnen am Wichtigsten an der künftigen Entwicklung des Alten Leipziger Bahnhofs und der angrenzenden neuen Quartiere bis zum Puschkinplatz?
  • Wie stehen Sie zu einer Bürgerbeteiligung zur Entwicklung der Leipziger Vorstadt?
  • Wie würden Sie die weitere Entwicklung unterstützen? Welche Rolle sehen Sie für sich persönlich und für den Stadtrat dabei?

Anschließend wird die Debatte geöffnet für Fragen und Meinungen aus dem Publikum. Wir freuen uns auf einen lebhaften Gedankenaustausch!

Von den für die Kommunalwahl kandidierenden Parteien haben bislang zugesagt:

  • CDU (Vertreter wird noch benannt)
  • SPD mit Stefan Engel (Kandidat Pieschen)
  • Die LINKE  mit Pia Parkow (amtierende Stadträtin und Kandidatin Pieschen)
  • Bündnis 90/Die Grünen mit Kati Bischoffberger (amtierende Stadträtin und Kandidatin Pieschen)
  • Die Piraten mit Dr. Martin Schulte-Wissermann (amtierender Stadtrat und Kandidat Neustadt)
  • FDP mit Stefan Scharf (Kandidat Pieschen)

Moderiert wird der Abend von Dr. Judith Brombacher, Sprecherin der Initiative Wohnen am Leipziger Bahnhof.

Wir bemühen uns darum, im Anschluß an die Podiumsdiskussion noch Gespräche in kleineren Runden bei einem angenehmen Getränk zu ermöglichen.

6.Mai 2018 Jane’s Walk am Alten Leipziger Bahnhof

Canaletto-Blick der Eisenbahner…

Aufgepasst, hier lässt sich was entwickeln!
Auf Zickzackkurs durch ein Gebiet im Umbruch

Stadtrundgang der Bürgerinitiative Wohnen am Alten Leipziger Bahnhof
im Rahmen des Jane’s Walk Festival Dresden 2018, organisiert von Dresden zu Fuss e.V.

mit:
Prof. Dr. Erika Schmidt, em. Prof. für Gartengeschichte und Gartendenkmalpflege
Kati Bischoffberger, Stadträtin Bündnis 90/Die Grünen

Wann:
Sonntag 6. Mai 2018, 16.oo – 17.oo Uhr

Treffpunkt:
Neustädter Bahnhof, Ausgang Hansastraße (!)
Der Neustädter Bahnhof ist zu erreichen mit der S-Bahn und mit den Straßenbahnen 3, 6

Was, wie, warum:
Die Leipziger Vorstadt zwischen der Elbe im Süden, der Eisenbahntrasse Dresden-Leipzig im Osten und Norden und Pieschen im Westen bietet zur Zeit reichlich Entwicklungsm öglichkeiten. Die politischen Gremien der Stadt und das Stadtplanungsamt sind dabei, eine grobe Zielvorstellung für die künftige Nutzung des Gebietes zu erarbeiten. Verschiedene Entwürfe für einen solchen „Masterplan“ liegen vor und werden (teils schon seit Jahren) auch in den Medien und bei öffentlichen Veranstaltungen diskutiert. Noch können sich alle Bürger der Stadt mit ihren Vorstellungen von künftigen Formen des Lebens in diesem Gebiet einbringen. Es ist besser, dies frühzeitig zu tun, als erschrocken zu protestieren, wenn auf der Grundlage des Masterplans Bebauungspläne und konkrete Bauvorhaben publik werden. Wir möchten ermuntern, auf noch „ungeordnete“ Bereiche in der Stadt zu achten, ihre Potentiale zu entdecken und sich in die öffentliche Diskussion über ihre künftige Entwicklung einzumischen.

Der Spaziergang führt vom Neustädter Bahnhof über das Gelände des Alten Leipziger Bahnhofs, dann entlang der Leipziger Straße bis zum Blick auf die alte Orangerie von Villeroy & Boch und endet mit einem Abstecher an die Elbe.

Leidenschaftliches Plädoyer

„Wir verscherbeln kostbaren Raum.“

„Großmarkt und Großparkplatz, maximal auf den motorisierten Individualverkehr ausgerichtet: Das ist rückwärtsgewandt und bedient überholte Leitbilder. Das verstehe ich nicht unter einer lebenswerten und nachhaltigen Stadt.“

Prof. Manuel Bäumler, Institut für Städtebau, TU Dresden, im Gespräch mit den Dresdner Neusten Nachrichten, Ausgabe vom 13. März 2018

Professor  Bäumler hatte schon am 16. Januar bei der Fachveranstaltung im Rathaus das Publikum mitgerissen mit einem pointierten und dabei sachlich versierten Vortrag über die Fehlentwicklung am Alten Leipziger Bahnhof. Wer nicht dabei sein konnte, kann zentrale Einschätzungen des Städteplaners jetzt nachlesen. Die Dresdner Neuesten Nachrichten räumten in der Ausgabe vom 13. März für ein Interview mit Prof. Bäumler eine ganze Seite frei. Auch andere Projekte in der Stadt werden dabei angesprochen.

zur online-Version (schon am 12.3. veröffentlicht):
http://www.dnn.de/Dresden/Lokales/Wir-verscherbeln-kostbaren-innerstaedtischen-Raum!

 

Eine Ortsbegehung öffnet Augen

Am Samstag den 6. Januar hat unsere Bürgerinitiative eine öffentliche Ortsbegehung auf dem Gelände um den Alten Leipziger Bahnhof durchgeführt. Sowas bekommt man nicht alle Tage geboten – und so kamen bei gemischtem Wetter über 70 interessierte Menschen! Das hat uns sehr gefreut.

Dieses Gelände strahlt eine ungeheure Kraft aus – an jeder Ecke spührt man Geschichte, man spührt die Weite, man spührt, dass dieses Gelände mit quirligem Stadtleben gefüllt werden möchte. Viele hatten diese Gegend über die Jahrzehnte aus den Augen verloren, viele hatten auch vielleicht schlicht die Augen geschlossen – bemerkt man den Alten Leipziger Bahnhof doch von außen fast gar nicht … den Anwesenden hat dieser Rundgang die Augen geöffnet.

Das Areal um den Alten Leipziger Bahnhof darf nicht zum Parkplatz mit riesiger Einkaufshalle werden. Hier muss Leben einziehen für alle Menschen in Dresden.

Um dieses Ziel zu erreichen und um noch mehr Menschen davon zu überzeugen, dass dieser alte Bahnhof ein städtebauliches Juwel ist, werden wir am 16. Januar eine weitere Veranstaltung (diesmal im Festsaal des Rathauses) durchführen.

Pressespiegel zur Ortsbegehung:

Petitionsfrist abgelaufen – 4.344 Mitzeichnungen

4.344 Mitzeichnungen sind ein deutliches Zeichen für ein lebendiges und mutiges Stadtviertel auf dem Gelände des Alten Leipziger Bahnhofs.

Am 25. Oktober 2017 lief die Frist der von der Bürgerinitiative „Wohnen am Leipziger Bahnhof“ initiierten Petition für dringend benötigten Wohnraum auf dem Gelände des Alten Leipziger Bahnhof ab. Oberbürgermeister Dirk Hilbert nahm die Petition, die Unterschriftenlisten sowie die Liste der ErstunterzeichnerInnen von der Bürgerinitiative persönlich entgegen. Die Petition erreichte 4.344 Mitzeichnungen, davon 1.736 in Unterschriftslisten.

Die drei Vertreterinnen der Bürgerinitiative sehen eine mehrfache Wirkung ihrer Aktionen.

Dr. Judith Brombacher „Wir konnten durch unsere Aktion eine breite Unterstützung von zahlreichen Dresdnern und Dresdnerinnen und Menschen, denen die städtebauliche Entwicklung Dresdens am Herzen liegt, gewinnen.

Prof. Erika Schmidt „Zahlreiche Dresdner Fachleute für Fragen der Stadtentwicklung haben die Petition mitgezeichnet und darüberhinaus persönlich Stellung bezogen. Sie sehen mit Sorge, dass durch den Bau eines großen Einkaufszentrums auf dem Gelände des Leipziger Bahnhofs eine außergewöhnliche Chance verspielt würde. Dort könnte nämlich ein lebendiger Stadtteil mit Wohnungen für unterschiedliche Ansprüche entstehen, also genau das, was sich viele Menschen wünschen.“

Dr. Anja Osiander „Die Petition hat außerdem erreicht, dass vielen Menschen in Dresden bewusst wurde, dass die Kuh noch nicht vom Eis ist, dass es immer noch zwei sich widersprechende Stadtratsbeschlüsse für dieses Gelände gibt, einen für Wohnbebauung und einen für ein großes Einkaufszentrum.“

Judith Brombacher „Diese vielfältige Unterstützung unseres Anliegens zur Rücknahme des Aufstellungsbeschlusses für ein Einkaufszentrum kann jetzt nicht mehr vom Stadtrat ignoriert werden.“

Die fachliche Diskussion um die Folgen eines großen Einkaufszentrums auf dem Gelände des Alten Leipziger Bahnhofs für die Stadtentwicklung konnte durch die Petition neu angestoßen und viele Menschen darauf aufmerksam machen. Hier setzt die Bürgerinitiative auch nach dem Ablaufen der Petition an. Weitere Veranstaltungen sind geplant, insbesondere zu den Themen der Bebaubarkeit des Geländes und den Auswirkungen auf den Verkehr und die Luftschadstoffbelastung im Fall des Baus eines großen Einkaufszentrums.

Hier eine Sammlung einiger Beiträge über uns

Wir ergänzen die Presseschau baldmöglichst!